Bildende Kunst

Jan Ros

Der Presse entnahm ich, dass die Galerie Rasche Ripken mit der Ausstellung

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“Transit” den holländischen Maler Jan Ros präsentiert, dessen Werke mich bei einer Ausstellung vor 2,5 Jahren faszinierten. Der Blick fiel damals sofort auf das Werk, wo ein Flugzeug mit clownesker Schnauze den Betrachter anstarrt, ja fast entgegen springt. Entsprechend groß war die Vorfreude und Erwartung bei der aktuellen Werkschau.

Auch hier wurde das “Markenzeichen” des Künstler wieder deutlich, Architektur und städtische Umwelt sind wiederkehrende Themen in der Kunst von Jan Ros: Innenräume, Bürogebäude, Autobahnen und motorisierte Vehikel. Die Bilder sehen aus wie Fotostillleben, gehen jedoch über das reine Erfassen einer Szene hinaus. Eine Unschärfe, das Auflösen der Körper und Konturen tritt vor allem in seinen Stadtansichten zutage, sodass sie quasi zu Vorbeifahrlandschaften mutieren. So verschmelzen in den Gemälden von Jan Ros verschmelzen Schnelligkeit und Stille.

Bei der Betrachtung der neuen Werke hielt sich meine Begeisterung aber in

Grenzen: Einschränkend muss ich zunächst zugeben, dass ich nur wenige Werke von Jan Ros gesehen habe, und mein Kunst(Sach)Verstand sicher bescheiden ist. Jedoch fehlte mir in den neuen Gemälde die Ausdruckskraft und Vielschichtigkeit, die einen Betrachter fesseln. Auch ist in der aktuellen Ausstellung wieder die Schnauze eines Flugzeugs abgebildet, jedoch mit einer Ausschließlichkeit und Massivität, die einem kaum Raum bieten, sich in das Werk zu vertiefen. So ist es kein Zufall, dass abschließend mein Blick an einem Werk haften blieb, dass quasi versteckt am Boden stand. Es war nach Auskunft der Galerie ein älteres Werk von Jan Ros, das augenscheinlich einen Plattenbau zeigte, aber durch die vage Einbeziehung der Umgebung einen ganz speziellen Charakter, eine besondere Stimmung hervorruft.

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