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Wandelism

Wandelism

“WANDELISM ist das Beispiel, wie Berlin sein könnte: Überall Platz für Kreative.
Gerade weil im Moment viel gebaut wird.
WANDELISM zeigt, was Berlin kann – Bunt und wild: verschiedene urbane Stilrichtungen, vom Bombing, über Graffiti und Zeitgenössischer Kunst, bis hin zu Installation, Musik und Performance. Nicht kuratiert, sondern einfach freigelassen.
WANDELISM wird organisiert von einem Kollektiv Berliner street artists, die den Veränderungen unserer Stadt nicht tatenlos zusehen, sondern ihre Chance nutzen:
Streetart und Graffiti setzen sich zwangsläufig mit dem Wandel auseinander, da sie sich ständig im Umbruch befinden.
Dasselbe gilt für die Stadt, ihre Bewohner und die Gebäude.
Das nehmen wir zum Anlass, auf 2000 qm mit 15 Räumen, 2 Hallen und einem Keller ein außergewöhnliches Projekt zu realisieren. Wir hatten kaum Zeit, kaum Geld, keine Struktur. Also genau das, was Berliner brauchen, um Großes zu schaffen.
Ca. 90 nationale und internationale in Berlin lebende Künstler sind Teil dieses freien Projekts… Die Organisatoren haben keinen profitorientierten Background und versuchen alle Kosten durch Spenden zu decken.
Die größte Spende war und ist das Gebäude selbst, das von den Berliner Projektentwicklern Diamona & Harnisch zur Verfügung gestellt wird.
30% der Einnahmen werden an ein soziales Projekt in Berlin gespendet: Die AWO Kita Kinderwald wird verschönert, in Zusammenarbeit mit den Kindern.
70% der Einnahmen werden unter den Künstlern und Helfern fair und zu gleichmäßig aufgeteilt.” (Selbstdarstellung des Projekts)
Dieses zeitmäßig eng begrenzte Projekt ist nach “The Haus” das zweite Mal, dass vor einem Gebäudeabriss Street-Art Künstler*innen die Gelegenheit bekommen, ihre Kreativität zu entfalten. Ich nahm an einer Führung teil, wo ich erfuhr, dass die Teilnahme bei diesem Projekt doch recht spontan erfolgte und die Schaffenszeit sehr knapp bemessen war.
Dies erklärt vielleicht, warum die Werke für mein Empfinden von sehr unterschiedlicher Qualität waren. Ich nehme für mich nicht in Anspruch ein Kunstfachmann zu sein und entspreche vom Alter her auch nicht der Peergroup, doch glaube ich erkannt zu haben, dass höchst unterschiedlicher Arbeitsaufwand verwendet wurde, um ein Werk zu schaffen: Einige Exponate sind akribisch gestaltet und mit größter Sorgfalt produziert worden, während wenige doch einfach “hingerotzt” erschienen.
Mich beeindruckten bei diesem Projekt zwei Aspekte: Zum einen wurde durch die Vielzahl der kreativen Ausdrucksformen ein Gesamtkunstwerk geschaffen, das mich zum Staunen und Verweilen einlud. Zum anderen bewunderte ich die Schaffens- und Durchsetzungskraft der beteiligten Personen, die nicht nur kreativ tätig waren, sondern dieses Vorhaben auch organisatorisch managten und publizierten. Der laufende Besucherandrang ist Ausdruck dieses Erfolgs ………

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