Bildende Kunst, Radtouren

Radtour West-Havelland

Auch wenn das Wetter mich nicht unbedingt zu einer Radtour lockte, die Wetteraussichten für die kommenden Tage schienen noch ungünstiger für einen Ausflug zu sein.

Mit der Regionalbahn fuhr ich bis Rathenow; doch statt in den Bus nach Wolsier zu steigen, setzte ich mich auf das neue Fitness-Rad, um die gut 20 Kilometer zu meiner Tochter und ihrer Familie zurückzulegen. Zunächst fuhr ich auf dem Radweg neben der Hauptstraße bis Hohennauen mit einem schönen Blick auf den zugefrorenen See, wo sich zahlreiche Seevögel tummelten. In der Ortsmitte bog ich in Richtung Parey ab und radelte auf einer kaum befahrenen Nebenstraße. Unterwegs erschreckte ich zahlreiche Wildgänse und ein Reh, mich erschraken stattdessen Parolen auf der Straße.

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Nach wenigen Kilometern bog ich in einen Plattenweg ab, der mich entlang der Be- und Entwässerungsgräben nach Wolsier führte. Bevor ich dort ankam, konnte ich am Ortseingang bei dem Laden der Agrargenossenschaft Rindfleisch und Corned Beef direkt vom Erzeuger kaufen.

Nach einer Erfrischung für Körper (Bohneneintopf mit Würstchen) und Seele (Begrüßung der Enkelinnen) sowie der anschließenden Ruhepause machte ich mich auf zur 2. Etappe mit insgesamt mehr als 25 Kilometern. Zunächst radelte ich auf der Landstraße über Prietzen nach Rhinow, dann weiter nach Stölln, dem Lilienthal-Ort. Von der Herrlichkeit und den dortigen Projekten anlässlich der letztjährigen Bundesgartenschau ist kaum noch etwas zu entdecken. Weiter ging es nach Kleßen in Richtung Friesack. Vor der selbst ernannten Fliederstadt ist der jüdische Friedhof gelegen, von nur noch wenige Grabsteine erhalten sind.

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Ob die rote Farbe von einer Grabschändung kommt….

Ich durchquerte Friesack, ein Ort in desaströsem Zustand (Bauruinen, verlassene Häuser, menschenleerer Marktplatz ohne architektonischer Sehenswürdigkeit, das Kaufzentrum am Ortsausgang [Aldi, Getränkeshop] als lebendiger Höhepunkt) und gelange zum außerhalb gelegenen Bahnhof.

20170218_153249 Dieses Foto sagt mehr als 1000 Worte zu diesem Bauwerk. Mit dem Zug gelangte ich dann über Nauen zurück nach Berlin.

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